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Mrz 22 2015

Bezirksliga: Da wäre vielleicht mehr drin gewesen?

Der LSV/Turm Lippstadt und seine Türme… Gefühlt verteilten wir heute mindestens vier davon als Gastgeschenke… Doch der Reihe nach:

Die vierte Mannschaft trat zuhause gegen die ersatzgeschwächten Schachkollegen des SC Geseke an. Recht früh konnte Jessica an Brett 4 einem deutlich stärkeren Gegner ein halben Punkt abringen. Von Beginn an war die Stellung ausgeglichen. Nach einem schnellen Figurenabtausch kam eine Remis-Stellung auf das Brett.

Danach gönnte Fred seinem Gegner das erste Gastgeschenk: Der Turm im Endspiel war spielentscheidend.

Olaf tat sich mit schwarz gegen den weißen Anzugsvorteil sehr schwer. Weiß konnte seine gute Position weiter ausbauen. Der Stellungsvorteil führte letztendlich zur Aufgabe.

Als nicht ganz so zuvorkommender Gastgeber präsentierte sich Jochen. Bereits in der Eröffnung gelang es ihm, eine Figur zu gewinnen. Routiniert brachte er den Vorteil auch nach Hause.

Seit der Niederlage vor zwei Jahren gegen Viktor Kuhn vom Blauen Springer hatte Boris in der Bezirksliga kein Spiel mehr verloren. (Aber auch nur ein oder zwei gewonnen.) – Bis er letzten Sonntag wieder auf Viktor Kuhn traf: Zunächst gewann Boris einen Zentrumsbauern, stellte aber im Endspiel die Partie einzügig ein. Diesen Sonntag gewann er zunächst einen Bauern und eine Qualität. Dann aber verschrieb auch er sich den freundlichen Gastgeschenken. Einzügig stellte er einen Turm ein. Randbemerkung: Boris hat nicht vor, die „Einzügigen“ ebenfalls zu einer (zweijährigen) Serie werden zu lassen… 😉

In der Partie von Dirk war es erforderlich, Material (u. a. einen Turm) zu opfern, um ein Matt zu vermeiden. Nachdem Abtausch der letzten Figuren war die Partie verständlicherweise nicht mehr zu halten.

An Brett 3 entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Viktors Bauernstruktur war geringfügig besser. Mit den jeweils zwei verbliebenen Türmen sollte das aber eigentlich keinen Unterschied machen? Irgendwie gelang es ihm aber, mit einem Turm in die Stellung des Gegners einzubrechen und zunächst einen Bauern und dann ganz schnell die Partie zu gewinnen.

Am längsten wurde an Brett 1 gespielt:

Nachdem sein Gegner in der Eröffnung (zu?) früh seine Dame ins Zentrum stellte, konnte Janik einen Bauern gewinnen und hatte eine aussichtsreiche Stellung. Durch die Zeitnot des Gegners kam allerdings Tempo in die Partie und Janik verlor zwei Bauern. Nach der Zeitkontrolle hatte er gute Ausgleichschancen. In einer theoretischen Remis-Stellung entschied aber ein potentieller Spieß auf den Turm die Partie.

Betrachtet man die teilweise zwischenzeitlich aussichtsreichen Stellungen, hätte vielleicht doch etwas mehr drin sein können. Geht man nur von reinen DWZ Zahlen aus, ist das Ergebnis aber durchaus ok:

Lippstadt 4 und Geseke 2 trennen sich 2,5 : 5,5.

 

Vier BRETTpunkte trennen die Mannschaft vom Abstieg. In der letzten Runde wird es darauf ankommen, nicht schlechter abzuschneiden als Scharmede. Und beide Mannschaften dürfen sich am 12.04. auf echte Herausforderungen freuen.