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Feb 03 2014

Gütersloher SV IV – LSV / Turm Lippstadt III

Am gestrigen Sonntag spielte unsere Dritte ihr sechstes Saisonspiel. Es ging nach Gütersloh und bis auf einen Mann waren wir auch komplett. Martin Thranberend war so nett, kurzfristig für ihn einzuspringen. Nach der kurzen Fahrt wurden wir zunächst einmal von dem vollen Spiellokal überrascht, in dem parallel VIER Mannschaften ein Heimspiel hatten. Nach der entsprechend hektischen Begrüßung begannen die Partien.

An Brett eins spielte ich gegen Rüdiger Mönig, aber da ich die Partie mit reinsetzen werde, sage ich später mehr dazu. Vorweg: ich hab gewonnen, 1:0 Lippstadt.

Der zweite Punkt ging danach ebenfalls an uns, nachdem Friedel den König seines Gegners schlecht gestellt  und dann die Linien für seine Schwerfiguren geöffnet hatte. Sein Gegner konnte dem Angriff nicht mehr standhalten.

Maximilian verlor leider seine Partie, in der er immer ein bisschen passiv stand und einfach immer einen Zug zu spät war. Somit verkürzte Gütersloh auf 1:2.

Bald darauf ging eine Berg- und Talfahrt an Martins Brett zu Ende. Hatte Martin zunächst eine Figur gegen zwei Bauern gewinnen können, brachte er sich gegen den ehemaligen Vereinskameraden Axel Bergstraeßer selbst in größere Probleme, als er dessen Bauern immer weiter marschieren ließ und schließlich einen Turm einstellte. Doch Axel nahm dieses freundliche Angebot nicht an, gewann „nur“ die Figur zurück und remisierte so zum 1,5:2,5. Martin hat in seinen beiden Ersatzspielen damit 1,5 Punkte sammeln können.

Bernhard Webers gewann in leicht besserer Stellung durch Zeit. Er holte damit seinen vierten Punkt im fünften Spiel und ist unser Top-Scorer. Als dann noch Kai-Uwe Deißler sein Bauernendspiel mit aktiverem König und Mehrbauern routiniert gewinnen konnte, war der zweite Mannschaftssieg der Saison schon perfekt. Aber auch die Brettpunkte könnten noch wichtig werden, sodass sowohl Georg als auch Bastian in ihren Partien noch nach Möglichkeiten suchten. Georg hatte eine Figur gegen einen Bauern gewonnen, musste sich aber hart gegen die beiden verbundenen Freibauern am Flügel verteidigen. Diese schafften es auch, relativ weit vorzudringen, sodass er irgendwann seinen Springer gegen beide opferte und dann in einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern gegen seinen 300 DWZ-Punkte stärkeren Gegner remisierte. Ich kenne die genaue Partie nicht, bin mir aber ziemlich sicher, dass Georg mit einem früheren Figurenopfer in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern hätte abwickeln können, das er dann mit einem deutlich aktiveren König gewonnen hätte. Aber ein halber Punkt ist sicherlich besser als nichts. Als letztes spielte Bastian seine eigentlich schwache, knapp an der Grenze zum Verlust liegende Stellung weiter, bis sowohl sein Gegner als auch er selbst in Zeitnot gerieten. Er kam mit dieser Situation offensichtlich besser zurecht, denn sein noch junger Gegner stellte unvermittelt einen Turm ein. Mit einem solchen Vorteil gewann Bastian dann zum (von mir optimistisch prognostizierten) 2:6 Endstand für Lippstadt. Damit tauschen wir mit Gütersloh den Tabellenplatz und stehen mit sechs zu sechs Mannschaftspunkten auf dem sechsten Platz der Tabelle.

 

Dominik Günther – Rüdiger Mönig

C36: Königsgambit (Moderne Variante)
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Sf3 d5 4.exd5 Dxd5 5.Sc3 De6+ 6.Le2 Ld6 7.0-0 Se7 8.d4 0-0 letzter Buchzug. Schwarz rochiert und verbessert damit die Königssicherheit. 9.Ld3  Meine Angriffe haben nun h7 als Ziel.  9…Sg6 10.Se4 Zentralisierte Springer sind gut. 10…c6?? Nimmt der Dame zuviele Freiheiten, sie ist nun mit dem Decken des Läufers beschäftigt. 11.Sfg5 Doppelangriff auf h7 und die Dame auf e6. 11…De7?? 11…Dd5 ist VIEL besser. 12.Sxh7 Der Anfang vom Ende. 12…Dh4? Ein ambitionierter Versuch einen Gegenangriff zu initiieren, leider (oder zum Glück) funktioniert er nicht.12…Kxh7 13.Dh5+ Kg8 14.Sg5 geht nicht für Schwarz. 13.Sxf8  f3  Eigentlich muss der Läufer auf f8 schlagen. 14.Sxd6 Dxd4+ 15.Tf2 Bloß nicht 15.Kh1. 15..Lg4 Er möchte mich betrügen. 16.Sxg6 Und er gab auf wegen 16…fxg2 17.Dxg4! Mattangriff. 17…Dxg4 18.Se7+ Kf8 19.Txf7# 1-0.